3 Gründe, warum Ärzte sich um das QM kümmern müssen, auch wenn sie es nicht machen müssen

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Häh? sagen Sie jetzt vielleicht, sind „kümmern“ und „machen“ nicht dasselbe? Und genau hier liegt das Problem, für die meisten Ärzte ist es dasselbe – und deswegen wird das QM-System auch nie fertig oder es wird nach immensen Kraftanstrengungen des Arztes fertig und schläft dann wieder ein. „Kümmern“ und „machen“ sind eben nicht dasselbe.

„Kümmern“ kann man auch mit „anstoßen und nachhaken“ übersetzen. „Machen“ heißt, es selbst zu tun. Erkennen Sie nun den entscheidenden Unterschied? „Kümmern“ oder auch „anstoßen und nachhaken“ bedeutet, die Verantwortung für das Qualitätsmanagement zu übernehmen, „machen“ aber bedeutet, jedes Dokument selbst zu erstellen – und „machen“ frisst sehr viel Zeit. Zeit, die der Arzt eigentlich besser mit seinen Patienten verbringen sollte. Daher hier drei entscheidende Gründe, warum der Arzt zwar die Verantwortung für das QM übernehmen sollte (muss), aber die Umsetzung delegieren sollte:

  1. Für das Team
    Der Sinn und Zweck von Qualitätsmanagement ist es u.a., die Abläufe in der Praxis bewusst zu steuern. Hier geht es weniger um den Arzt – seine medizinischen Tätigkeiten sollte er im Studium gelernt haben. Nein, es geht vielmehr um das Team und um das Praxismanagement. Und wer könnte besser den Input für das Praxismanagement liefern, als das Team selbst? Für den Arzt reicht es, wenn er die Verantwortung übernimmt und sich auf das QM-System verpflichtet, d.h. Sorge für dessen Entwicklung und Aufrechterhaltung, trägt. Dann fühlen sich auch die Mitarbeiter verpflichtet daran mitzuwirken. Oder andersherum gesagt: „Wenn der Chef es nicht macht, warum sollen wir uns dann dran halten?“
  2. Delegieren und kontrollieren
    Auch wenn die Leitung die Umsetzung des QM-Systems (also Entwicklung und Pflege) komplett an einen beauftragten Mitarbeiter überträgt, so bleibt die Verantwortung für das QM-System doch immer bei der Leitung. Das heißt, sie sollte sich auch in regelmäßigen Abständen von den Fortschritten während der Entwicklung und später von der Aufrechterhaltung überzeugen. Das kann sie durch regelmäßige Besprechungen mit den QM-Beauftragten.
  3. Delegieren, nicht abschieben
    Es geht nicht darum, dass die Ärzte Aufgaben an ihre Angestellten abschieben, sondern dass sie ihre Arbeitskraft und ihre begrenzte Arbeitszeit so zielführend wie möglich einsetzen und sich nicht in Nebensächlichkeiten verzetteln. Es wird sicherlich trotzdem noch einzelne Dokumente geben, die am besten der Chef ausarbeiten kann. So zeigt er, dass er sich selbst auch in das QM einbringt.

Sie wissen nicht, was beim Aufbau des QM-Systems in Ihrer Praxis der Arzt machen muss / machen soll und was besser die Qualitätsbeauftragten oder auch andere Mitarbeiter machen sollen / machen müssen? Wir zeigen es Ihnen in unseren praxisnahen eLearnings zum Eigenstudium rund um das Qualitätsmanagement in Arztpraxen oder auch in unseren individuellen Online-Beratungen oder unseren klassischen Beratungen vor Ort.


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